Umweltbewusste Terrassendielen aus Bambus
Wussten Sie eigentlich schon, dass Bambus zur Familie der Gräser gehört?
Tatsächlich wird Bambus als Gras eingestuft, das in Klimazonen wächst, die von warmen und tropischen, bis zu kalten und gebirgigen Regionen reichen. Es gibt tausende Sorten von Bambus, die in verschiedenen Formen und Größen vorkommen, und zwischen 30 Zentimeter und 30 Meter hoch wachsen können.
Bambus wächst entweder als Busch oder als Einzelpflanze und ist durch zwei charakteristische Abschnitte gekennzeichnet: der Halm (hohler unterteilter Stamm) und der Wurzelstock. Der Wurzelstock wächst und verbreitet sich schnell im Untergrund und lässt neue Triebe entstehen. Neues Wachstum erreicht seine volle Höhe in 6-8 Wochen und seine volle Reife in weniger als 4 Jahren. Wie ein unterirdisches Wachstumsnetzwerk sind alle Triebe miteinander verbunden und helfen sich gegenseitig, sich zu ernähren. Selbst wenn ein einzelner Halm aufhört zu wachsen, liegt seine weitere Aufgabe darin, den neuen Trieben Nahrung zur Verfügung zu stellen. Bambus ist unabhängig, reproduziert sich selbst und bietet mit seiner ökologischen Vielfalt eine nachhaltige Rohstoffquelle.
Beständiger als Terrassenholz
Im traditionellen asiatischen Bauhandwerk benutzen die Asiaten immer einen Bambusnagel anstelle eines Eisennagels, weil dieser nicht rostet. Selbst nach Jahren, wenn das Holz selbst verrottet ist, ist der Bambusnagel immer noch unbeschädigt. Wenn Bambus also so beständig ist, dann sind Bodenbeläge aus Bambus besser als solche aus Hartholz. Das zeigt auch das Diagramm über die Brinellhärte verschiedener Hölzer.
Bambus ist um 38% härter als Roteiche und um 13% härter als Ahorn. Außerdem ist er bei einem geringeren Schrumpf- und Quellverhalten auch um 50% stabiler als die nordische Roteiche.
Der nachwachsende Rohstoff.
Bambus gibt es seit rund 200 Millionen Jahren. Als Überlebenskünstler hat sich Bambus selbst unter den rauesten und härtesten Bedingungen durchgesetzt. So überlebte eine Bambusgruppe die Atomexplosion in Hiroschima und bildete innerhalb weniger Tage neue Triebe. Die Wachstumsfreudigkeit ist ebenso beeindruckend. In Japan kennt man eine Sorte, die innerhalb von 24 Stunden um 1,20 m wächst. Dieses erstaunliche Wachstum macht Bambus zur schnellst wachsenden Pflanze der Erde. Bis heute werden diese Fähigkeiten von vielen als natürliches Phänomen und als Beweis für den Lebenswillen des Bambus angesehen. Anders als die traditionellen Harthölzer, die nur alle 40-60 Jahre geschlagen werden können, kann Bambus alle 3 bis 5 Jahre geerntet und unter vielen unterschiedlichen klimatischen Bedingungen gezüchtet werden. Während des rasanten Wachstums bindet Bambus erheblich mehr CO² als ein vergleichbarer Baum und trägt so entscheidend zum Klimaschutz bei.






